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1

Montag, 5. Februar 2018, 11:30

139QMB nimmt kein Gas an

Hallöle zusammen,

mich macht mein QT9/ca. 13000 km runter im Moment etwas verrückt.

Das leidige Thema - er nimmt kein Gas an.

Gemacht habe ich bislang:

- nach der dritten scheinbar erfolglosen Vergaserreinigung und Membranwechsel einen komplett neuen Gaser samt ASS und Dichtungen verbaut
- Kerze neu
- Ventile eingestellt (0,10/ 0.05)
- Benzinfilter getauscht
- CDI mehrfach gegengetauscht
- Sprit ausgewechselt
- Ölstand wie immer rgelmässig kontrolliert gut
- alle Unterdruckleitungen auf Undichtigkeit geprüft
- Benzinhahn geht beim Nuckeln an der Utnerdruckleitung auf

Das Verhalten ansich ist folgendes: Er geht an, man kann den Motor bis zum Eingreifen der CDI drehen, solange der Gashahn nicht weiter als 1/4 offen ist.
Drüber hinaus kackt die Drehzahl sofort ab.Ich kann den kompletten Motor mit Starthilfe einsrpühen, ich finde kein Leck.

Jetzt wirds unappetitlich: Stecke ich den Finger hinten in den Gaser, so, das durch den schwindenden Luftdurchsatz der Anteil an Benzin direkt im Gaser größer wird (die Membran lupfts im übrigen merklich), kann man auch den Motor bei komplett geföffnetem Gaser hochdrehen, wen nder Finger wieder draußen ist - solange, bis eben der Benzinüberschuß wieder verbraucht ist. Ergo stimmt das Gemisch nicht.

Jetzt stellt sich mir aber die Frage - warum.

Das fing mehr oder minder "schleichend" über ca zehn Kilometer an. Vor einer Weile woltle er gar nicht mehr, ging mitten im Verkehr aus. Dachte, geil,
fünf Kilometer schieben. Dann nach einem Kilometer wieder probiert, lief weiter, lief dann aber auch noch wochenlang problemlos.

Dann vor kurzem: Erst nahm er nach einer Bergabfahrt und vor der davorliegenden Ampel und geschlossenen Hahn zwecks Ausrollen nur noch stotternd Gas an, dann
irgendwie ein dauerhafter Leistungsverlust bei voll geöffnetem Hahn. Dann hat er tags drauf mit obigem Spielchen so richtig das Spinnen angefangen.

Kompression kann ich nicht testen, aber sowohl Unterdruck und kompression -scheinen- mir ok zu sein. Gewagte Aussage ohne Instrumente.

Hat irgendjemand von euch eine wie immer super Idee, was der Hobel haben könnte? Ich habe so das ungute Kopfdichtungsgefühl.

Viele Grüße
Stef

2

Montag, 5. Februar 2018, 13:39

Nunja, kurzer Zwischenstand: Habe mich mal "des Zylinders entledigt".

Im Zyinder Kreuzschliff = nicht mehr vorhanden, allerdings keine Riefen, schön gleichmäßig blank.
Könnte der Verdichtung oder auch dem U-Druck wohl Probleme bereiten.

Kolbenringe soweit ok.

Allerdings hatte der Kübel keine Fußdichtung (?) und eine deutliche Abbrandspur an der ZKD in Richtung Auslass. Ob er
da bereits rausgeblasen hat, lässt sich nicht erkennen. Vielleicht zwei Millimeter vor ende des Dichtringes hört
der Abbrand auf.

Gruß

3

Dienstag, 6. Februar 2018, 08:32

Schaue dir bitte mal den Isolator und den Ansaugstutzen genauer an.
Prüfe auch das Unterdruckventil in der Kraftstoffleitung, wenn hier die Membrane defekt ist bekommt der Motor über die Leitung die zum ASS geht die volle Ladung Benzin.

Den Massepunkt unterm Trittbrett oder seitlich der Lima prüfen.

4

Dienstag, 6. Februar 2018, 11:29

Jup, alles gemacht, dankeschön. Der ASS habe ich (obwohl das nicht mal nötig war) prophylaktisch mitsamt
Isolator und Dichtungen gwegen Neuware ausgetauscht (zusammen mit dem neuen Gaser) und den Benzinfluss bei laufendem und
stehendem Motor geprüft - Ventil schließt und öffnet.

Die Tage kommt nun halt mal ein neuer Zylinder samt Dichtungen drauf. Der Zylinder und Kolben/Ringe wären nach Recherche
wohl noch brauchbar gewesen, aber wenn das Zeug mal unten ist, kann auch vorsichtshalber gleich mal ein neuer drauf; schaden kann es nicht.

Einlass und Auslassventile konnte ich soweit nur anhand der Methode "Wasser zylinderseitig drauf und ein paar Stunden abwarten, ob irgendwas davon durchsickert"
prüfen, aber auch hier nichts festzustellen. Ob das ausreicht, ist mir unbekannt. War nur eine Methode, die mir über den Weg lief. Ob
die "haltbar" ist, keine Ahnung.

Ventile raus, prüfen, neu einschleifen wäre natürlich besser - habe aber keinen Ventilabdrücker. Ich habe das einmal
an einem E30 M42 16-Ventiler per Schraubklemme und durchgesägtem Zündkerzenstecker gemacht - nie wieder. Die Ventile hier sind zwar kleiner;
auich der Federdruck wird nicht so bestialisch sein, wills aber möglichst vermeiden. Schleifpaste hab ich gerade soweiso nicht da und selbst wenn es die Ventile
sind, werf ich lieber die 20 Euro für ´nen neuen Kopf mitsamt Ventile raus. Das wäre es mir vor dem Aufstand des Ventile rausholens allemal wert. Bis
ich alle Werkzeuge und Ersatzteile beisammen hätte, wäre es vermutlich sogar noch teurer.

Wie gesagt, die ZKD gefiel mir allerdings nicht. Auf einer Seite des Dichtringes, wenn ich das richtig interpretiere, am Auslass. sind deutliche
Rußablagerungen zu sehen. Obwohl der Blechdichtring ansich noch eine relativ große Wölbung aufweist, ist er an der Rußstelle abgeflachter als am
Rest, d.h. er wird da schon durchgeblasen haben. Wenn das Gebläsegehäuse drauf ist, hört und sieht man das halt nicht unbedingt.

Edit: Probleme mit dem Anspringen hatte trotz voller Batterie er auch schon seit einer Weile - ohne Kickstarter nicht möglich.


An meinem 1998er Kymco hatte ich mal ähnliche Probleme, aber da war der Topf hörbar dicht - klar, Zweitakter, Ölkohlefabrik. Irgendwann ist der
halt mal zu und es gibt einen riesigen Staudruck.

Nunja, ich warte mal auf den Zylinder, nagel das ganze wieder zusammen und melde mich wieder, ob Besserung eingetreten ist.


Viele Grüsse

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Stef123« (6. Februar 2018, 11:36)


5

Mittwoch, 7. Februar 2018, 07:12

Moin,
Ventile einschleifen ist soweit nicht nötig.
Wenn der Kolben mit Ringen verschlissen ist sieht man das ganz deutlich.
Unterhalb der Kolbenringe dürften sich keine Ablagerungen befinden, zu 90% brenne die Kolbenringe fest wenn zu wenig Öl gefahren wird.

Prüfe auch noch den Abstand zwischen PickUp und Polrad, meist bringt es einen deutlich besseren Zündfunken wenn der Abstand etwas verringert wird.

Wie gesagt ein Massefehler könnte auch die Ursache sein.
Wenn Möglich das Polrad einmal abziehen und prüfen ob der Keil abgeschert ist.
Und nochmal die Steuerzeit prüfen.

Gruß

6

Mittwoch, 7. Februar 2018, 07:16

Ach was mir gerade einfällt, ist der Roller auch 25Km/h gedrosselt.
Falls ja ist es kein Wunder das er nach der 1/4 Umdrehung am Gas nicht mehr laufen will.
:D :D :D

7

Donnerstag, 8. Februar 2018, 14:38

Nönö, keine Drosselung. Ganz normales 45(?)-Km/h-Gefährt.

Passt aber alles wieder so weit - zusammengenagelt, ein bissel rumgeschraube am Gaser und alles läuft wieder.
Hängt gut am Gas und hat Kraft

Unten am Kolben war schon ein gewisser "Feinschliff" zu erkennen, auch festgebratenes Öl. Gut - nach so vielen Kilometern...

Ich hab den Bock mit ca. 10K Kilometern erstanden, was in der Zeit davor mit dem Ding angestellt wurde, keine Ahnung.
Frauenroller und der "Jack Fox"-Dienst hat wohl halt ein mal initial die Inspektion gemacht, aber das war es dann.

Seither hatte ich zwei mal mit gerissenen Riemen zu kämpfen, ein mal eingerissene Membran und eben mit den Startschwierigkeiten.
Dennoch, Öl kam immer regelmässig rein. Gut, selbiges hat er etwas gefressen.

Summa sumarum: Die Zylindergeschichte war halt runtergeheizt.

Eines macht mir aber noch ein wenig Kopfzerbrechen - und zwar der abgewinkelte Plasteanschluß vom Luffikasten zum Vergaser. Theoretisch wie prakisch ist
der eigentich um gut einen Zentrimeter zu kurz und "so wirklich" auf dem Gaseranschluss bekommt man ihn auch nicht drauf, zumidnest nicht auf Dauer.
Das geht zwar mit viel rumwürgerei und etwas den Gaser nach hinten versetzen; was eigentlich nicht sein sollte, da der Gaser schon auf Anschlag mit
dem ASS sitzen sollte, aber irgendwie hält der Luffistutzen schon von Grund auf irgendwie nicht 100&ig auf dem Gaser.

Gehört da irgendwie ein Adapterstück drauf?

Ansonsten bis hierhin besten Dank für die Unterstützung!

Grüsse

8

Freitag, 9. Februar 2018, 08:25

Das Problem habe ich auch gerade bei einen Roller.
Das werde ich morgen herausfinden warum das so ist.

Evtl. einen 10 Zoll Kasten am 12 Zoll Roller verbaut.

Adapter gibt es hier leider nicht.

Ich schreibe es Montag hier rein was es sein könnte.

9

Montag, 12. Februar 2018, 14:21

Nunja, zu früh gefreut. Ging ein paar Dutzend Kilometer gut, dann gings wieder los. Hab getreten, bis der Kickstarter
am Arsch war.

Primnzipiell kann es dann eigentlich nur noch der Unterdruckhahn sein, den ich die Tage austauschen werde,
weil das selbe Spielchen wieder am laufen ist: Kerze furztrocken, Vergaser zuhalten saugt, vermutlich über den
durch das zuhalten hohen Unterdruck, an der Spritleitung selbigen aus dem Tank (bzw öffnet das Ventil),
läuft dann eine Weile und Sprit läuft von selbst keiner nach. Und das, obwohl ich seinerzeit auch extra die
Spritleitung abgezogen und den Kickstarter getreten hatte, wo auch Sprit nachlief. Habe aber mittlerweile den
Eindruck, das der U-Druck-Hahn macht, was er will.


Das Teil öffnet zwar beim leichten saugen, aber ob der U-Druck dafür nicht bereits zu hoch ist, kann ich nicht sagen.

Das waren noch Zeiten, als es noch manuell umzuschaltende Ventile gab. Gott habe diese Zeiten selig.

Beziehungsweise ob irgendwas andere im U-Druck-System für den Abfall von selbigen sorgt. Da hängt doch noch das
SLS-System dran, oder? Nicht das hier irgendwie das SLS-Ventil undicht ist und der Unterdruck abfällt. Scheiße, das hätte
ich vielleicht durch abklemmen auch mal prüfen sollen.


Ja, natürlich greift man sich an den Kopf, Zylinder usw wegen so einer Banalität auszutauschen - wenn es so sein sollte -
aber wer würden denn mit sowas rechnen. Gut, der Zylinder und Rest drumherum war sowieso fällig. War ansich kein Fehler.

Ich bin in jedem Falle gespannt. Die Tage eben einen neuen Hahn und Kickstarter rein, dann mal weitersehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Stef123« (12. Februar 2018, 14:30)


10

Freitag, 16. Februar 2018, 15:54

ASS gebrochen (k.A. ob Materialfehler oder schlicht zu fest angezogen - war handfest mit der kleinen Rätsche und noch eine viertel Umdrehung weiter angezogen), alten wieder rein, alles gut, keine Probleme mehr. Springt sofort an, zickt nicht, bergab keine Fehlzündungen.

Schwere Geburt. Aber mit allen Neuteilen sollte wohl hoffentlich für mindestens die nächsten 10K Ruhe sein.

Besten Dank für alles

Gruß

11

Montag, 19. Februar 2018, 08:27

Vermutlich zu fest angezogen.

Aber Hauptsache er läuft jetzt.

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