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Dienstag, 10. September 2013, 06:16

Springt nicht an...

Hallo zusammen,

der Roller BT49qt-9 oder bt50qt-9 (sehen beiden gleich aus?!?) stand ewig rum und soll nun reaktiviert werden.

Checkliste:

- Vergaser gesäubert + Schwimmerventilreinigung + durchblasen Nadelventile
- neue Zündkerze
- Zündfunke kommt
- Luftfilter gesäubert
- Kraftstofffilter gesäubert
- Neue Batterie
- Anlasser dreht

Noch offen:

- ASS auf Dichtheit prüfen
- Funktion Unterdruckventil Kraftstoff testen

Fragen:

- Kenne mich mit der Kaltstarteinrichtung und der Teillastmembran nicht aus, mir ist beim Vergaserausbau aufgefallen dass aus Richtung des Luftansaugflansches das Schiebestück für den Lufteinlass komplett unten ist und Riefen aufweist, wie wird das angesteuert, über die Membran? Kenne von der Simson nur die Regelung durch Bautenzug.

- Kaltstarteinheit habe ich mal angschaut, Nadel etc schaut gut aus, kann man irgendwie prüfen ob das Ding funktioniert?

- Kerze wird nicht feucht, habe das Gefühl das gar kein Sprit im motor ankommt, kann das an der Membran oder dem Kaltstartregler liegen?
Den ASS + Unterdruckregler prüfe ich noch, jedoch befürchte ich dass der funzt.

Danke für eure Hilfe, meine Freundin hat am 23. Geburtstag, bis dahin muss das Ding fahrfertig und poliert sein ;)

Edit: wenn man Startrapid in die Luftansaugung sprüht springt er kurz an, nachdem das Zeug abgebrannt ist geht er wieder aus.
Mit Kerze, Zange, Rödeldraht, kommt man bis nach Stalingrad und mit etwas Glück, auch wieder zurück!

2

Dienstag, 10. September 2013, 06:37

RE: Springt nicht an...

Moin Tobi,
der Schieber darf nicht ganz unten sein, der geht nur bis zur 3/4 runter so das man noch durchsehen kann.

Falls doch ist die Membrane unter dem großen schwarzen Deckel defekt.
wenn der Schieber ganz unten ist, ist es logisch das der Motor nicht anspringt weil er weder Luft noch Benzin bekommt.

Nimm den Deckel ab und berichte ob die Membrane und oder Nadel defekt ist.

3

Dienstag, 10. September 2013, 06:43

Moin Mivibr.

danke für die fixe Anmtwort.

habe mich gerade mal über die Funktionsweise von der membran schlau gemacht und denke dass dort der Hase begraben liegt.

jedoch ist der nicht ganz zu, sondern nur 3/4, also nen schmaler Spalt zum durchgucken bleibt.

Muss mal dichtigkeit vom ASS prüfen, am besten per Anlasser, Unterdruckschlauch ab und finger auf den ASS-Stutzen? oder ist der Druck nur son leises Lüftchen dass man es nicht merkt?

Alternativ checke ich heute noch die membran und Nadeleinstellung.

Kann aber erst ab 14:30 wieder an den Roller ran.
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4

Dienstag, 10. September 2013, 08:18

Prüfe bitte auch noch ob der Unterdruckschalter funktioniert, wenn ja ab genügend Benzin läuft.

am besten den Vergaser zerlegen und schauen ob der Schwimmer richtig funktioniert und ob die Düsen sauber sind.

5

Dienstag, 10. September 2013, 09:50

Düsen sind alle sauber.

werde probeweise mal den schwimmkammerboden abnehmen und am Unterdruckschlauch saugen um den Durchlauf zu prüfen.

Mal angenommen die Membran ist defekt und der schieber steht auf 3/4 zu, anspringen müsste er doch trotzdem?
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6

Donnerstag, 12. September 2013, 03:58

Sooo,

Vergaser:

- Haupt- und Nebendüse komplett sauber
- Choke Deckel ist fest und lässt sich nicht abbauen, ob Düse sauber ist kann ich nicht feststellen, wenn ich Kompressor draufhalte kommt nix.
- Schwimmer funktioniert und bringt Sprit

Unterdruckregler:

- funktioniert manuell
- beim starten pumpt er auch Sprit der mangels Weiterleitung dann über den Überlauf rausläuft

Frage:

- Membran sieht gut aus, jedoch war die Nadel komplett verharzt und wurde gereinigt, allerdings ist die Konstruktion an sich schon tschechisch und innerhalb des Kolbens von der Membranfassung ist ja dieser kleine Plastikdeckel mit Kreuzfassung fürn Schraubendreher, habe den mit der daraufliegenden langen Feder wieder so eingesetzt dass er ganz unten im Kolben zwischen den Nuten sitzt aber nicht klemmt oder so, richtig?

- Es kommt kein Sprit in den Ansaugtrakt, da er aber Sprit pumpt sollte der ASS ja dicht sein?

- Würde dann auf die Membran + Ventil tippen.

Habe mich aufgrund der Pfennigkosten für einen neuen Vergaser entschieden, bin jedoch verunsichert ob der Choke funzt, lässt der sich testen?

Achja, habe den Vergaser mit Messingdeckel und keine genaue Typenbezeichnung am Moped gefunden, nur dieses Metallschild überm Auspuff mit der Seriennummer. Wie kriege ich den richtigen Vergaser bzw. die Typenbezeichnung raus?
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7

Dienstag, 8. Oktober 2013, 05:14

Update:

- neuer Choke, allerdings ist das Ding gut doppelt so groß wie der vormals verbaute, nach Aussage der Shops gibts aber nur diese eine Kaltstart?

- neuer Gasbautenzug verbaut

- Kontakte an Zündspule gesäubert, Zündsteckerkabel gekürzt und Kontakte gereinigt.

Motor startet momentan gar nicht mehr, ist es normal dass der Zündfunke nur son bisschen flaues Geknister ist? oder muss der auch so stark leuchten wie bsp. bei der Simson?Wenn er stärker leuchten muss, woran kanns liegen? Lediglich Zündspule oder auch andere Komponenten?

Verwunderlich dass er vorher nach sehr langem Startversuchen irgendwann lief und nun gar nicht mehr, haben nix am Vergaser etc. gemacht.
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jean

Geselle

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8

Dienstag, 8. Oktober 2013, 12:08

So stark ist das funken nicht wie man imemr glauben mag.ABer ein Knistern und ein Blauer funken sollte da sein und auch bei Tageslicht recht gut zu sehen sein. Ich selber Kämpfe im mom mit dem Gleichen Prob, auch der rolelr liefe einmal kurz, ging aus und seitdem wieder nix mehr.Habe den Kolben bzw Ringe und Zyli im Veerdacht weil mi die Kompression zu schwach vorkommt.Auch Starthilfe hilft nicht.
MfG und viel Erfolg Wünscht Jean

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OldMan

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9

Dienstag, 8. Oktober 2013, 13:08

Im Zweifelsfalle wie bei der Simme:

Zündkabelenden überprüfen (wenn nötig 0,5 cm vom Ende wegschneiden) und Kerze sowie Kerzenstecker erneuern.

der Funke sollte schon blau sein und doch eher ein knackendes Knistern von sich geben und nicht nur ein lasches Knistern.

(bedenke auch, dass wir bei der Simme einen Elektrodenabstand von 0,4mm (Daumennagel) haben und hier 0,6mm)

---

Checke auch mal die elektrischen Verbindungen an CDI und Zündspule auf Sauberkeit und straffen Sitz der (einzelnen) Kontakte (in den Kompaktsteckern; an der CDI)

Wichtig ist auch eine gute Masse!
Also ruhig mal mit einem Multimeter überprüfen:
- zuerst Zündung aus oder die Massekabel von der Batterie abklemmen...
- vor der eigentlichen Widerstandsmessung hältst du die beiden Messspitzen zusammen und merkst dir den angezeigten Wert.
- jetzt machst du die eigentliche Messung und ziehst davon den gemerkten Wert ab. Das Ergebnis sollte unter 0,4 Ohm liegen


Versuche den Bock auch per Kicker anzuwerfen...

Aber nicht wie bei der Simme einfach nur zulatschen, sondern lieber folgendes beherzigen:

- Stelle dich etwas hinter den Kicker und nehme die rechte Hand an den Gasgriff.
- Drehe vor dem Startversuch ruhig bis zu 5x schnell am Gasgriff
- nun stellst du den Fuß auf den Kicker und drückst ihn langsam runter. Dabei spürst du, wie die Kickermechanik einrastet.
- Drehe nun den Motor erst 1-2 x langsam durch (Kicker 1-2x langsam bis ganz runter drücken)
- nun nimmst du den Fuß vom Kicker und rastet den Kicker neu ein. Drücke den Kicker so weit runter, bis du die Kompression spürst.
- Dann Kicker loslassen und neu einrasten. Aus dieser Position heraus trittst du von hinten oben nach vorne richtig unten durch.

den letzten Punkt öfters wiederholen

ggf musst du bei den Kick- und Startversuchen auch etwas (bis 1/4-el) Gas geben...


Auch der E-Starter kann etwas träge drehen, so dass der Bock nicht anspringen will...
Hier ist zuerst zu prüfen, ob die Batterie noch ausreichend Power hat oder nachgeladen werden muss. (Darf beim Startversuch nicht zu sehr an 11V oder darunter kommen)

Auch ist oft ein zusätzliches Massekabel (2,5 - 4mm²) zwischen Minuspol der Batterie und dem Motorblock hilfreich, falls der Anlasser zu träge ist.

Schlimmstenfalls kann auch das Anlasserrelais selber schuld sein:
Überbrücke am Relais mal die beiden dicken rot(bunt)en Kabel... => Springt er jetzt an, sind die Schaltkontakte im Relais defekt.



Vielleicht helfen diese Hinweise schon mal weiter...
.
Gruß Frank

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10

Dienstag, 8. Oktober 2013, 15:57

Zündkabel ist gekürzt und neu verschraubt, funzt alles.

Sämtliche Kontakte an Zündspule, CDI und Lima sind gesäubert und ordentlich verbunden.

Masse habe ich ne zweite gelegt, keine Veränderung.

Kerzenstecker abgezogen und nur Zündkabel an Block gelegt = selbes ergebnis, schwacher Funke.


Batterie ist neu & voll geladen, Anlasser dreht durch, Sprit pumpt aber es kommt imho ein zu schwacher Funke um das Gelumpe zu entzünden.

Kicker passiert gar nix, er blubbert vor sich her und mir ist aufgefallen dass der Kickerhebel unten stehen bleibt, also ich muss ihn manuell wieder hochziehen?

Wie viel Spannung muss die Lima-zündspule zur CDI geben?
Wie viel Spannung muss auf schwarz gelb (sieht auch grünlich aus) aner Zündspule ankommen?

Zündspule hat nen Widerstand von 0,3 Ohm.

Der Bock lief ja vor kurzem auch wie ein Kätzchen, jetzt aber nicht mehr, nicht mal ansatzweise X(
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OldMan

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11

Dienstag, 8. Oktober 2013, 17:42

Wegen Kicker:

Wenn er unten bleibt, dann würde ich mal die Welle durch den Vario-Deckel etwas ölen (Am Besten mit einem Kriechöl). Wenn das nicht hilft, musst du mal den Deckel abnehmen und die im Deckel befindliche Mechanik säubern und leicht fetten...
also Wellen-Kram zwischen Eingangswelle/Halbmond und dem Kickermechanismus; Nur kein Fett auf die Mitnehmer zw. Mechanismus und Vario-Mitnehmer=> Wenn da Öl oder Fett durch die Fliehkräfte "wegspritzt" und auf den Riemen gelangt, dann hat der Riemen zu wenig Halt.

---

Wenn der Funke zu schwach ist, bleibt meist nur CDI oder Zündspule.

auf schwarz/rot (die Zündladespule in der Lima) müsstest du beim Starten zwischen 20 und 120V AC messen können.
(Aber die Lima bzw Zündladespule geht eher selten kaputt; eher geben CDI oder Zündspule auf)

auf schwarz/gelb (pulsierende Gleichspannung) müsstest du zwischen 8 und 20V messen können. (Ist davon abhängig, wie gut das Messgerät ist)

Ich habe im FAQ die Messwerte für die Zündspule und für die Lima niedergeschrieben. (habe die genauen Werte leider nicht im Kopf) Schaue mal bitte unter Elektrik nach. ;)


Was mir alternativ noch einfällt:
Teste mal 'nen Elektrodenabstand von 0,4 mm (bzw. Daumennageldicke)
...und gebe ihm beim Starten notfalls etwas Startpilot in den Ansaugtrakt.


beim 4T-er würde ich auch noch einmal überprüfen, ob die OT-Markierung auf dem Polrad mit der Linie auf dem Nockenwellenzahnrad (muss parallel zur Gehäusekante stehen) übereinstimmt und ob die Ventile richtig eingestellt sind.
(Anleitung betreffs Ventile einstellen im FAQ unter Motor zu finden)


Aber wenn du sagst, dass der Funke zu schwach sein könnte, dürfte es eher an der CDI oder Z-Spule liegen.

Aber schaue auch noch mal auf die Übergänge Kabel <=> Steckkontakt. Da gammelt es auch gerne mal... (Kennen wir ja auch von der Simme...)
.
Gruß Frank

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12

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 04:33

So, nach ausgbiebigen Säubern sämtlicher Kontakte und Korrektur vom Sitz der Stecker springt der Bock auf einmal an.

Allerdings sehr dürftig, Kaltstart ist so gut wie gar nicht möglich, erst nach ewigen Nuddeln springt der irgendwann an.

Habe mich nun dazu entschieden einen neuen Vergaser inkl. Kaltstart zu kaufen um meiner Freundin in der Hinsicht möglichst keine Probleme zu bereiten.

Schlechte Kaltstarteigenschaften würde ich nun komplett auf Vergaser / Spritgemisch eingrenzen, Batterie ist voll und Anlasser dreht kraftvoll durch, Funke leuchtet blau, Luftfilterkasten + Filter ist gereinigt.

Gibt es hier noch andere Faktoren die nen schlechten Kaltstart verursachen?

Finde diverse Threads im Forum aber meist stützen die sich auf nen allgemein versifften Vergaser oder mangelnden Zündfunken.

Ich hab vorher sone kleine Kaltstart mit "TK" aufschrift gehabt und bekomme nun immer nur die fast doppelt so große Variante geliefert, ist das egal? Händler sagt die hätten nur diese eine Kaltstart...

Beim Betrieb des Motors wird die Kaltstart warm, habe herausgelesen dass dies wohl so sein muss?

Edit:
Neuer Vergaser ist leicht gesagt, habe den F16 gefunden mit 16mm Membrane, allerdings hat der ne Beschleunigerpumpe und ne einstellbare Gemischnadel, mein jetziger hat beides nicht verbaut.

Ist der Vergaser mit Beschleunigerpumpe und einstellbarer Gemischnadel besser?

Hier der Link:

Vergaser F16
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OldMan

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13

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 08:46

Moin Tobi,

unsere Motor-Leute empfehlen meist den Plastedeckel-Vergaser, da er weniger anfällig sein soll, als die Metalldeckel-Vergaser...
Optisch sehen ja beide Gehäuse auf den ersten Blick gleich aus, bis halt auf den Deckel...

Die Beschleunigerpumpe hat schon einen gewissen Vorteil, wenn der Vergaser entsprechend eingestellt ist: Si fettet beim Gasgeben das Gemisch kurz an, damit der Motor das Gas sofort annimmt.
Die Teillastnadel in der Membrane sollte zuerst in der Mittelposition hängen. Bei der Nadel mit 5 Kerben kann man auch "halbhoch" (2. Kerbe von der Nadelspitze aus gesehen) versuchen. Sollte sich der Bock beim Gasgeben kurz verschlucken, dann eine Kerbe tiefer hängen und neu testen. Notfalls muss die nadel erneut eine Kerbe tiefer gehängt werden, wenn er sich dann immernoch verschlucken sollte...)

---

Einfluss auf den Kaltstart:

- vor dem Kaltstart bei kaltem Wetter 2-3x schnell Gasgeben, bevor man startet
- Manche Roller wollen beim Startvorgang etwas (bis zu 1/4-el) Gas haben, damit sie sicher anspringen

CO-Schraube eingestellt?
Werkseinstellung wäre: CO rein und dann 2,5 Umdrehungen wieder raus.

Wenn warmgefahren, wie bei der Simme:
CO rein und dann so weit raus, wie sich das Gas erhöht. Suche genau den Punkt, an dem sich das Gas nicht weiter erhöht (du musst es ggf. mehrmals versuchen)

---

Ja, die Kaltstarteinrichtung muss warm werden. Durch die Erwärmung wird die Nadel langsam ausgefahren, die den Kaltstartkanal schließt. (dauert ungefähr 2-5 Minuten je nach Außentemperatur)
.
Gruß Frank

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Donnerstag, 10. Oktober 2013, 10:58

Hm habe nun schon einen mit Metalldeckel bestellt.. sind es denn gravierende Unterschiede bei der Anfälligkeit oder eher so im 1-2 % Bereich?

Hab auch gleich diverse Wartungsteile bestellt um dem Standzeit-Dreck jeden Angriffspunkt zu nehmen.

Feinjustierung vom Vergaser erfolgt dann nach der ersten ausgiebigen Probefahrt.

Ansonsten klingt der Motor gesund wenn er dann läuft, nimmt gut Gas an und tuckert alles in allem rund vor sich hin.
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OldMan

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15

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 13:13

Ich habe betreffs der Unterschiede der Vergaser keine Referenzen.

Mein QT-9 hatte einen Plastedeckel und dich hatte vom Vergaser in rund 5 Jahren nur 2x den Deckel runter, da ich die Teillastnadel etwas höher hängen wollte, was er aber mit verschlucken beim Gasgeben quittierte, so dass ich die Nadel wieder in die alte Position zurücksetzen musste...

---

ja, richtig gelesen: auf runde 8000km in den fast 5 Jahren wurde an dem Vergaser nur 2x der Plastedeckel entfern und bei ca. 100km (die erste Inspektion) 'ne Grundreinigung gemacht.
Danach war nur noch CO- und Standgas- Einstellungen angesagt und 1x ablassen wegen Regenwasser über den Tankdeckel gezogen. (Dafür gab es aber auch gleich mal ca. 250ml Spiritus auf den Restsprit im Tank - ca. halb voll)

Der Bock kam selbst im Winter recht schnell per Kicken (Habe meine Methode ja bereits beschrieben)

---

Was du bei Gelegenheit mal kontrollieren kannst, wäre das Ventilspiel bei kaltem Motor:

E: 0,05 -0,10mm
A: 0,10mm

Die Fühllehre sollte saugend* durch den Spalt gehen.

* saugend:
Man sollte beim Durchziehen des Blattes einen leichten Widerstand fühlen. Das Blatt darf also nicht "durchfallen" aber auch nicht zu schwergängig durchgehen.

Denke dabei an das Gefühl als wenn du ein ca 2 Tage altes Misch-/Graubrot mit weicher (!) Kruste und einen jungen Gouda schneidest. Hiervon den Mittelwert ungefähr nehmen


Anleitung zum Ventile einstellen findest du auch im FAQ in den Handbüchern, dem Beitrag "80ccm-Zylinder verbauen" usw.
.
Gruß Frank

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Freitag, 11. Oktober 2013, 04:45

Ventilspiel werd ich dann mal kontrollieren, zuvor muss ich mein kleines Werkstattrepertoir noch um eine Fühlerlehre bereichern ;)

Lässt sich die Ventildeckeldichtung im ganzen entfernen oder brauch man prinzipiell ne neue beim Ventilcheck?

Dann mache ich mir zur allgmeinen Vorbereitung nun erstmal ne Goudastulle :D

Habe bei Vergasern eigentlich noch nie erlebt dass es mechanische Probleme gab, lediglich Verunreinigungen oder aufgrund von Alter und Standzeit oxidierte Düsen und schwergängige Schwimmerventillagerungen.

Ließ sich eigentlich immer alles mit einer ausgiebigen Reinigung beheben. Bin ja mal gespannt wie lange die Membran von der Gemischnadel hält.

Die Vergaservariante ohne einstellbare Gemischnadel erfordert keine Justierung? oder gibts da noch ein paar russische Kniffe wie "zweite Unterlegscheibe" etc.?

Zur ersten Fahrt hätte ich gern nochmal ne Info obs typische Anzeichen für Schwächen wie ausgeleierter Riemen etc. gibt? bzw. Tests?
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17

Freitag, 11. Oktober 2013, 10:46

Also meine Dichtung habe ich seit zig Jahren nie gewechselt.Ist nen Gummi im Deckel das geht eher selten kaputt.Kannst die Feste Nadel durch eine Verstellbare tauschen, die Membran hält insofern man Regelmäßig fährt eig auch ewig.
Wenn die Motordrehzahl hochgeht, jedoch keine Leistung kommt würde ich mir mal den Riemen ansehen.Sieht er Purös oder gar zerlegt aus, hat er über 6000 km runter ? So lange halten die im schnitt, manche uach mal 1000 km das ist immer unterschiedlich.Kannst dir ja auch mal die Kupplung anschauen, sie sollte möglichst kein Blaue Glocke haben und die Beläge sollten nicht Verglast sein.Da hilft dann etwas abschleifen , auch die Glocke kann man problemlos mit etwas Schleifpapier von innen reinigen.
MfG und viel Erfolg Wünscht Jean

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18

Montag, 14. Oktober 2013, 03:57

Danke für die infos.

Neuer Vergaser + Kaltstart ist da.

Bock bekommt sprit, luft und Funken, springt aber trotzdem extrem schlecht an solange er kalt ist, woran kann es noch liegen?

- Vergaser neu
- Kaltstart neu
- Luftfilter neu
- Kerze + Stecker + Schlauch neu

bin ratlos...
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jean

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19

Montag, 14. Oktober 2013, 07:34

Fahr ihn mal eine Zeit lang, dann wird sich das geben.Wen ner nur mit dem E-Start schlecht anspringt, neue Batterie , Kontakte reinigen ( sollte man nach längerem stehen aber eh kontrolieren). Nach langem stehen haben die so ihre mucken.Und bei Temperaturen um die 10°C und niedriger machen viele Batterien schlapp, die Roller haben dan nacu hoft Probleme mit dme anspringen wenn sie nicht Täglich gefahren werden.Ich würde sagen fahr 50 km mit kleinen Touren, dann nochmals Ventile etc einstellen.
MfG und viel Erfolg Wünscht Jean

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20

Montag, 14. Oktober 2013, 08:01

Die Baterie ist wie gesagt NEU.

Schaue die Kontakte nochmal nach.

Falsche Ventileinstellung führt doch nicht zu schlechtem Anspringen, oder doch?
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